Diakonieverein Eckental

Tafel Eckental hat leere Regale Lebensmittelspenden dringend erbeten

Im Bild Ute Krahl vor den leeren Kühlregalen
Im Bild Ute Krahl vor den leeren Kühlregalen

Der Grundgedanke der Tafeln in Deutschland mit geretteten Lebensmitteln anderen Menschen zu helfen gerät derzeit durch die massiv ansteigende Zahl der Bedürftigen an seine Grenzen. In den vergangenen zwei Wochen ist die Nachfrage bei Lebensmitteln drastisch gestiegen. Allein durch die Abholung von Waren bei den Geschäften kann die Tafel Eckental den Bedarf nicht mehr decken. Aktuell werden bereits 12 ukrainische Familien unterstützt und es werden immer mehr. Darum wendet sich die Tafel nun mit einem Spendenaufruf an die BürgerInnen und UnternehmerInnen in der Region.

Wer den Bedürftigen und den Geflüchteten aus der Ukraine hier vor Ort direkt in der Nachbarschaft helfen möchte, darf gerne spenden. Gebraucht werden bei Lebensmitteln insbesondere Nudeln, Mehl, Konserven und Öl sowie Milch und Milchprodukte (Joghurt, Butter, Käse). Darüber hinaus ist der Bedarf an Hygieneartikeln auch groß: Haarshampoo, Duschgel, Zahnpasta und auch Windeln für die zahlreichen kleinen Kinder die mit ihren Müttern den dramatischen Weg aus der Ukraine bis zu uns hinter sich gebracht haben.

Spenden für die Tafel können dienstags und mittwochs zwischen 9:00 und 14:00 Uhr zur Bismarckstr. 17 in Forth gebracht werden. – Andere Tage bzw. Uhrzeiten müssen bitte telefonisch mit Sandra Hoppe vereinbart werden unter der Rufnummer 09126 2939 750.


02.04.2022 | UTE KRAHL

Tafel Eckental erhält
große Playmobil-Spende
von der Parfümerie-Drogerie Endreß

Im Bild von rechts: Konrad Gubo, Jörg Endreß, Ute Krahl beim Einladen der Spende
Im Bild von rechts: Konrad Gubo, Jörg Endreß, Ute Krahl beim Einladen der Spende

Ute Krahl, Vorstandsvorsitzende der Diakonie Eckental, freute sich riesig über die großzügige Playmobil-Spende der Familie Endreß.

Am Donnerstag den 31.3.2022 wurden die großen Überraschungspakete rechtzeitig vor Ostern an alle Tafel-Familien mit Kindern unter 12 Jahren verteilt. Die Kinderaugen leuchteten und die Freude war riesig.

Die Tafel Eckental bedankt sich herzlich bei der Familie Endreß, die damit ihr großes Herz für Kinder bewiesen hat.


31.03.2022 | UTE KRAHL

Senioren gesucht, die Spaß haben sich mit Gleichgesinnten zu treffen

In der Seniorenbetreuung der Diakonie Eckental sind noch Plätze frei!

Seniorenbetreuung - Plätze frei
Seniorenbetreuung – Plätze frei (2022-03-30)

Die Gruppen treffen sich im Haus der Diakonie von Montag bis Mittwoch von 14 – 17 Uhr. Mit Bewegung und Gedächtnistraining wird die persönliche Aktivität gefördert und gefordert. Zur Ermunterung der Kreativität werden jahreszeitlich abgestimmte Themen durch Bastel- und Spielangebote „begreifbar“ gemacht.

Aber auch die Wünsche und Anregungen unserer Besucher setzen wir gerne in die Tat um. Es hat sich oft gezeigt, dass die gegenseitige Unterstützung und Rücksichtnahme der Teilnehmer das Wohlfühlen eines jeden gefördert haben. Die ähnlichen Erlebnisse in der Kindheit und Jugend sind oft Grundlage, um miteinander ins Gespräch zu kommen. Dieser Austausch findet bei Kaffee und Kuchen statt, denn natürlich ist auch für Leib und Seele gesorgt.

Haben Sie Lust dabei zu sein oder mal zum Schnuppern zu kommen? Oder haben Sie Fragen? Silke Müller ist im Diakonieverein Eckental Ihre kompetente Ansprechpartnerin. Sie erreichen Sie unter 09126 2939750. Oder per Mail:
Silke.mueller@diakonieverein-eckental.de


30.03.2022 | UTE KRAHL

Ein Herz für Menschen
mit kleinem Geldbeutel

Engagement
Helfen, wo man gebraucht wird:
Ute Krahls Leidenschaft gehört der „Tafel“,
die bedürftige Menschen mit Lebensmitteln versorgt.

Der Schein trügt. Ute Krahl und ihre Helfer verteilen erheblich mehr, als was in dieses Regal passt: pro Woche durchschnittlich 1,25 Tonnen Lebensmittel.
Der Schein trügt. Ute Krahl und ihre Helfer verteilen erheblich mehr, als was in dieses Regal passt: pro Woche durchschnittlich 1,25 Tonnen Lebensmittel.

Eigentlich war ihre Welt immer eine der Technik – zumindest in beruflicher Hinsicht. Als Ingenieurin der Nachrichtentechnik waren Ute Krahls Zuhause komplexe technische Systeme. Ein Sektor, in dem Frauen früher nicht allzu oft vertreten waren. In ihrer Freizeit aber widmete sich die inzwischen 67-Jährige immer lieber Menschen, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen, statt Zahlen und Daten.

Einige Jahre war sie im Vorstand im Nürnberger Schlupfwinkel – einem Verein der Kinder-, Jugend- und Familienhilfe. Inzwischen engagiert sie sich bereits seit zehn Jahren im Diakonieverein Eckental, mittlerweile als Erste Vorsitzende. „Ich brauchte schon immer einen Gegenpol zu der technischen Ausrichtung in meinem Beruf“, sagt sie heute. Eine bescheidene Untertreibung, denn Ute Krahl hat es mit ihrem Team geschafft, in einer kleinen Marktgemeinde wie Eckental aufzubauen, was Großstädte schon seit vielen Jahren bieten: eine Tafel für Bedürftige.

„Zunächst gaben wir nur Dinge an Flüchtlinge aus, die 2015 nach Eckental gekommen waren und unsere Hilfe brauchten“, erzählt sie. 2016 begann man das Angebot schließlich zur Tafel umzubauen. Eine neue Aufgabe für den Diakonieverein, der zuvor das Senioren- und Pflegeheim betrieben hatte und sich nun neu aufstellen wollte.

Inzwischen sorgt sie mit ihrem Team Woche für Woche dafür, dass Menschen Lebensmittel bekommen, die die Wohlstandsgesellschaft nicht mehr will, Ware die sonst im Müll landen würde. „Wenn ich an den Ausgabetagen hier stehe und die Berge von Dingen sehe, die wir ausgeben und damit auch retten, macht mich das schon ein wenig stolz“, sagt sie.

Immerhin geben die insgesamt 40 Ehrenamtlichen und eine Vollzeitkraft pro Woche etwa 1,25 Tonnen Waren des täglichen Bedarfs weiter – vom Brötchen über Obst und Gemüse bis hin zu Dosen. Schokolade oder Gewürze. Eben das, was nicht mehr zu verkaufen wäre. Und das an gerade mal einem Tag in der Woche.

Bereits am Morgen beginnt dann das Team zu sortieren, zu verpacken und die Regale mit dem zu bestücken, was Bäcker, Supermärkte und Discounter gespendet haben. Es ist auch ein Knochenjob, weil der kleine Raum dafür erst mal immer wieder aufs Neue eingerichtet werden muss, damit er sich vom Büro zur Ausgabestelle mit vielen Regalen verwandelt, wenn er denn nicht für die Seniorennachmittage genutzt wird. Auch die hat Ute Krahl vor ein paar Jahren ins Leben gerufen, damit auch alte und ältere Menschen mit (beginnender) Demenz Freizeitangebote finden: sei es beim gemeinsamen Singen oder Basteln, bei Sitzgymnastik oder einfach nur einem gemütlichen Kaffeetrinken.

Logo: EhrenWert -Preis
Logo EhrenWert -Preis

Die treibende Kraft

60 Stunden ehrenamtliche Hilfe sind pro Woche alleine für den Betrieb der Tafel nötig, etwa 3000 jährlich. Seit ihrem Eintritt in den beruflichen Ruhestand vor sechs Jahren ist Ute Krahl noch häufiger im Einsatz. Bis zu 20 Stunden pro Woche arbeitet sie inzwischen ehrenamtlich für die Tafel und ist dabei schier unermüdlich – ob nun beim Organisieren der Ware oder eben am Ausgabetag selbst. Oder, wie es eine Weggefährtin formuliert: „Sie ist das Herz und die treibende Kraft“, die die vielen Ehrenamtlichen wie von selbst bei der Stange halten würde.

Das ist umso wichtiger, als das Team inzwischen 95 Familien versorgt und somit etwa 225 Menschen. Es sind unterschiedliche Frauen und Männer, die immer donnerstags zu dem kleinen Haus am Ortsende unweit der Felder kommen. Denn die Kundschaft hat sich in den vergangenen Jahren verändert. Am Anfang kamen vor allem Flüchtlinge, heute sind es auch viele Alleinerziehende und immer mehr Ältere“, berichtet Ute Krahl.

Nicht nur in der Großstadt

Auch ist Bedürftigkeit eben kein primäres Phänomen der Großstadt mehr, sie grassiert längst auch in scheinbar ländlichen Idyllen. „Es werden immer mehr“, beobachtet auch sie. Die Tafel sei ein Spiegel der gesellschaftlichen Entwicklung. Und so bekommen die Helfer seit vielen Monaten auch die Folgen der Pandemie zu spüren. Kurzarbeit, Job-Verlust – immer häufiger sind auch jüngere Menschen unter den Wartenden.

Sie wisse, „wie viel Elend sich hinter der Fassade“ verberge, sagte Ute Krahl. Viele Kunden kommen regelmäßig. Dennoch gibt es eine klare Devise. „Wir stellen keine Fragen. Aber wer reden möchte, dem hören wir gerne zu und versuchen, Hilfe zu vermitteln.“ Es ist eine eingeschworene Gemeinschaft, die da zusammenhilft. „Ich finde es wundervoll, wie alle an einem Strang ziehen.“ Alle eine das Gefühl, etwas Gutes zu tun.

Für sie selbst ist die Tafel eine Herzensangelegenheit, „mein Kind“, wie sie sagt. „Es ist mir wichtig, durch meine Arbeit ein wenig von der Tragik abmildern zu können. Wir helfen, dass die Menschen nicht alles für Lebensmittel aufbringen müssen.“ Im Idealfall bleibe dann Geld für Schuhe für die Kinder, ein Buch oder sogar einen Besuch im Kino übrig. „Sicher, wir können nicht das ganze Leben bestreiten. Aber wir verschaffen den Betroffenen Luft.“ Ein wenig Freiraum für Menschen, deren Leben ansonsten überschaubar ist.

INFO

Den EhrenWert-Preis vergeben die Stadt Nürnberg und die Universa-Versicherungen jeden Monat an einen engagierten Menschen aus dem Verbreitungsgebiet unserer Zeitung. Der Preis ist mit 1000 Euro dotiert. Vorschläge können laufend eingebracht werden: ehrenwert@stadt.nuernberg.de oder (0911) 231-3326.


26.03.2022 | IRINI PAUL
QUELLE: Wochenblatt: Jahr 2022 | Ausgabe 14 | Seite 12

Eine schöne Weihnachtsüberraschung 2019

Kinder des Kindergartens „Arche Noah“ in Brand sammelten Spiele für unsere Tafelkinder. Diese wurden dann am 11.12.2019 an Herrn Wörle und Diakon Cervenka übergeben. Unsere Tafelkinder hat es sehr gefreut und wir danken den Erzieherinnen, Eltern und Kindern des Kindergartens herzlich, dass sie an uns gedacht haben.


11.12.2019 | UTE KRAHL